Als 15-Jährige allein vor dem Ceausescu-Regime geflohen

Am 21. April 1984 bestieg die damals 15-jährige Béa Beste allein ein Flugzeug, das sie von Bukarest nach Frankfurt zu ihrer Halbschwester brachte. Sie war zu diesem Zeitpunkt Halbwaise, ihre Mutter war sterbenskrank. Es gingen Gerüchte um, die Securitate zwinge Vollwaisen in seine brutale Geheimdienstausbildung. Und Béa Bestes Mutter hatte Angst um ihre Tochter, die sich nicht würde schützen können.

Ihre Geschichte hat Béa Beste, die als @Tollabea bloggt und twittert, in ihrem Blog Auch ich bin ein Flüchtling erzählt. Wir danken Ihr herzlich, dass wir ihren Text hier erwähnen und zitieren dürfen.

Béa, die ihre Mutter nie wiedergesehen hat, schließt eindrücklich:

Wie viele Kinder, deren Eltern für sie eine bessere Zukunft suchen, sind da draußen in den Flüchtlingslagern? Wenn ihre Eltern noch dabei sind, um so besser für sie.

Ich sage es hier noch mal, wie in der Huffington Post: Flüchtlinge bringen Mut mit, Mut zur Veränderung und Mut zum Lernen. Sie haben sich aus einer Situation befreit, die nicht tragbar war. Sie haben keinen leichten Weg eingeschlagen. Sie haben sich mutig aufgemacht und nehmen es mit einer neuen Kultur und einer neuen Sprache, mit neuen Menschen und einem unbekannten Lebensstil auf. Davon können wir als Gesellschaft lernen – und selbst mutiger sein und auf sie zukommen. Dann entwickeln wir uns gemeinsam weiter. So funktioniert Fortschritt.

Danke.

erinnert an einen Menschen, der das Exil nicht überlebt hat

Kommentare sind geschlossen.